Jahresthema 2018

"Jüdisches Leben heute - Begegnungen im schulischen Kontext fördern"

Die fehlenden Bezüge zum jüdischem Leben der Gegenwart ist für Schüler*innen und Lehrkräfte gleichermaßen ein großes Hindernis in der Bearbeitung von Antisemitismusin seinen aktuellen Ausprägungen. Konkrete Zugänge zu jüdischen Lebenswelten sowie Begegnungen und Austausch mit möglichst gleichaltrige Jüdinnen und Juden, würden vor allem jungen Menschen helfen, Perspektiven auf aktuelle antisemitische Tendenzen zu gewinnen, diese besser erkennen, nachvollziehen und einordnen zu können. Ein Fokus auf gemeinsame, aktuelle Lebenserfahrungen würde zudem dazu beitragen, das historisch fixierte Bild von Juden in einer Opferrolle aufzubrechen und wäre so eine wichtige Ergänzung zur Vermittlung des Holocausts im Unterricht.

Eine Chance zu solch gegenwartsbezogenen Begegnungen mit jüdischem Leben liegt unter anderem in Schulpaten- bzw. -partnerschaften, mit Schulen in Israel, aber auch mit jüdischen Schulen in der Region. Entsprechend möchte die Konzeptwerkstatt des Vereins Miteinander leben e.V. mit Schulen vor Ort in diesem Jahr die Möglichkeiten solcher Schulpaten- und -partnerschaften erörtern und gerne auch anbahnen. Dazu sollen zum einen jüdische Partnerschulen in Israel, aber auch in Deutschland gewonnen und mit Schulen vor Ort in Kontakt gebracht werden, unterstützt und beraten durch Schulen, die bereits Erfahrungen mit solchen Verbindungen haben.

Dazu sollen Möglichkeiten zu Fensterveranstaltungen in Schulen vorgestellt und ausprobiert werden, die ebenfalls Begegnungen mit "Jüdisches Leben heute" ermöglichen. Dies können niederschwellige Angebote wie Schulkonzerte mit jüdischen Musiker*innen, Theaterspiele oder Exkursionen zu Stätten jüdischen Lebens sein.


Jahresthema 2017

"Antisemitismus in Kontext von Migration"

"Antisemitismus in all seinen aktuellen Erscheinungsformen bearbeiten"

Projekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" des Vereins Miteinander leben e.V. transferriert bundesweites Fachwissen für Schulen und Jugendeinrichtungen in Schleswig-Holstein

Mit einem Fachgespräch hat der Verein Miteinander leben e.V. das zweite Jahr der Konzeptwerkstatt "Antisemitismus" im Rahmen des Bundes­modell­projektes "ZUGÄNGE SCHAFFEN" gestartet, die zusammen mit Partner­schulen in der Region neue Unterrichtskonzepte zum Themenfeld "Historischer und aktueller Antisemitismus" vermittelt und in der Unterrichtspraxis ausprobiert. Während im vergangenen Jahr geeignete Lehrwerke der "Holocaust-Education" für die 4. Klassenstufe im Grundschul­bereich im Fokus der Werkstattarbeit standen, liegt das Interesse in diesem Jahr auf dem Phänomen des aktuellen Antisemitismus, insbesondere im Kontext von Migration. Entsprechend trafen sich zu Jahresbeginn Expert*innen verschiedener, überregionaler Bildungseinrichtungen in Mölln, um über ihre Projekterfahrungen in der Bearbeitung von antisemitischen Einstellungen bei jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu referieren. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie facettenreich Antisemitismus in der Gesellschaft auftritt. In seiner primären Form, die sich deutlicher bei Zuwanderern aus dem Nahen Osten wahrnehmen lässt, richten sich die abwertenden und ausgrenzenden Einstellungen direkt gegen jüdisches Leben, oft verbunden mit dem Kontext des Nahost-Konfliktes, der eigenen Opferrolle in diesem Konflikt und einer Kritik am Staat Israel, die auch in Medien aus den jeweiligen Heimatländern stetig kolportiert wird. Sie unterscheidet sich in dieser Verbindung allerdings deutlich von den Formen des primären Antisemitismus, wie sie zu Zeit des Dritten Reiches in Deutschland und ganz Europa verbreitet war und im Rechtsextremismus oder auch in der "Reichsbürger-Szene" heute noch verbreitet ist. Und sie unterscheidet sich ebenso von dem in Deutschland selbst noch weit verbreiteten sekundären Antisemitismus, der sich weniger gegen jüdisches Leben vor Ort richtet, als vielmehr das Gedenken an den Holocaust und die Verbrechen der Nationalsozialisten beenden sowie die geschichtliche Verantwortung relativieren will.

Projekt Zugänge Schaffen“

Expert*innen beraten die Konzeptwerkstatt "Antisemitismus" des Vereins Miteinander leben e.V. zum Jahresthema "Antisemitismus im Kontext von Migration"
(vl.) Jan Riebe, Amadeo-Antonio-Stiftung, Dr. Yaşar Aydin, Türkische Gemeinde Hamburg und Ungebung e.V., Mirjam Gläser, Ufuq e.V., Gabriele Hannemann, Projektleiterin der Konzeptwerkstatt, Katrin Thomas, Schulrätin des Kreises Herzogtum Lauenburg

In der Expertendiskussion stellten Vertreter*innen der Amadeo-Antonio-Stiftung Berlin, von Ufuq e.V. Berlin sowie der Türkischen Gemeinde Hamburg und Umgebung e.V. ihre Projektarbeit vor, die sich vielfach im schulischen Rahmen aber auch in der offenen Jugendarbeit abspielt, und konnten so der Konzeptwerkstatt wichtige Bausteine für geeignete Lehrkonzepte vermitteln. Projektleiterin Gabriele Hannemann, die seit vielen Jahren in den Schulen der Region zum Thema "Antisemitismus" und "Holocaust-Education" arbeitet und Lehrkräfte in Schleswig-Holstein hierbei berät, sowie Schulrätin Katrin Thomas konnten dabei viele Einblicke gewinnen, gerade auch wie die Bearbeitung von antisemitischen Einstellungen im Kontext des Nahost-Konfliktes bei jungen Menschen im Unterricht gelingen kann. Ganz wichtig, so eine Erkenntnis, ist dabei auch, das Themenfeld "antimuslimischer Rassismus" im Blick zu behalten. Antisemitische Äußerungen und Einstellungen sind gerade bei jungen muslimischen Menschen häufig eine Projektion eigener Ausgrenzungserfahrungen, die es ebenfalls wahrzunehmen und anzuerkennen gilt, damit ihnen wirksam im Unterricht begegnet werden kann.


Jahresthema 2016

FRÜHE PRÄVENTION – ERSTBEGEGNUNG MIT DEM JUDENTUM UND DER SHOA IN DER GRUNDSCHULE (KLASSENSTUFE 4)

Konzeptwerkstatt „Zugänge schaffen“ stellt ersten Ergebnisbericht vor

In Zusammenarbeit mit Experten*innen von Yad Ruth e.V., vom Anne Frank Zentrum Berlin, von der German Speaking Countries Section der Inter­nationale Schule für Holocaust Studien (ISHS) der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem und vom Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt wurden 2016 in der Konzeptwerkstatt „ZUGÄNGE SCHAFFEN“ zeitgemäße Unterrichtskonzepte für die Erstbegegnung mit dem Judentum und der Shoa in der Grundschule (Klassenstufe 4) zusammengetragen und anschließend in einem ganzjährigen Unterrichtsbetrieb vermittelt, ausgetestet und auf ihre Wirksamkeit evaluiert.
Dabei handelte es sich zum einen um Buchmedien, in Form von kindgerecht erzählten Geschichten, die in der Zeit des „Holocaust“ angesiedelt sind, eine Ausstellung zu Anne Frank, die sich ihrem Leben über die Thematik „Ich schreibe ein Tagebuch“ nähert sowie ein virtuelles Online-Medium zum Versteck von Anne Franks Familie.

Auftaktkonferenz mit Experten*innen zum Thema „Erstbegegnung mit dem Judentum und der Shoa in der Grundschule“

Auftaktkonferenz mit Experten*innen zum Thema „Erstbegegnung mit
dem Judentum und der Shoa in der Grundschule“

Fünf Partnerschulen im Kreis Herzogtum Lauenburg und im Kreis Stormarn beteiligten sich an diesem Prozess und arbeiten unter Anleitung von Projektleiterin Gabriele Hannemann mit den verschiedenen Lehrkonzepten und Lehrmedien. Dabei wurden 309 SchülerInnen mittels einfach gestalteter Fragebögen zu ihren jeweiligen Unterrichtserfahrungen Erfahrungen befragt, vor allem im Hinblick, ob eine Wissensvermittlung erfolgte, die Lehrmedien als spannend empfunden wurden, die beschriebenen Personen und Figuren emphatische Zugänge zum Geschehen sowie eigene Identifikationen dazu ermöglichten und weiteres Interesse an den Themen „Shoa“ und „Judentum“ geweckt werden konnte.

Grundschüler*innen der Till-Eulenspiegel-Schule Mölln arbeiten in der Ausstellung Lesen & Schreiben mit Anne Frank

Grundschüler*innen der Till-Eulenspiegel-Schule Mölln arbeiten in
der Ausstellung "Lesen & Schreiben mit Anne Frank"

Zudem nahmen 284 SchülerInnen an einer weiteren Evaluation zu ihrem Vorwissen zum Thema „Judentum“ und „Shoa“ teil. All diese Ergebnisse sowie eine Beschreibung der Lehrmaterialien sind von Projektleiterin Gabriele Hannemann jetzt in einem Bericht zusammengefasst worden, als praxisbezogener Erfahrungsschatz, der vor allem Lehrkräften Anregungen geben soll, den eigenen Unterricht zum Thema „Shoa“ zu wagen und auszugestalten.

Bericht Frühe Prävention

Der Bericht wird dem schleswig-holsteinischen Bildungsministerium sowie dem Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) als Lehrplanempfehlung überreicht und in größerer Auflage als gedruckte Broschüre zur Verfügung gestellt. Er kann zudem direkt beim Projektträger der Konzeptwerkstatt „ZUGÄNGE SCHAFFEN“ kostenlos bezogen werden, steht aber auch als PDF-Download hier zur Verfügung (0,8 MB).


"Frühe Prävention – Erstbegegnung mit dem Judentum und der Shoa in der Grundschule (Klassenstufe 4)"

In Zusammenarbeit mit Experten*innen von Yad Ruth e.V., vom Anne Frank Zentrum Berlin, von der German Speaking Countries Section der Inter­nationale Schule für Holocaust Studien (ISHS) der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem oder vom Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt wurden 2016 in der Konzeptwerkstatt zeitgemäße Unterrichtskonzepte für die Erstbegegnung mit dem Judentum und der Shoa in der Grundschule (Klassenstufe 4) zusammengestragen, vermittelt, ausgetestet, auf ihre Wirksamkeit evaluiert und abschließend dem zuständigen Bildungsministerium und dem Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) als Empfehlung vorgestellt.

Die Lernkonzepte wurden im Unterricht erprobt werden.

Ablauf:

Module: Einführung ins Judentum & Erstbegegnung mit der NS-Zeit

Erprobung des Materials:

  • Nicht in die Schultüte gelegt. Lernwerkstatt für die Grundschule. Schicksale jüdischer Kinder von 1933-1942 in Berlin. Herausgeber Anne-Frank-Haus, Berlin
  • Online-Haus, das Versteck der Anne Frank. Herausgeber Anne-Frank-Haus, Berlin
  • Ich wär so gern ein Schmetterling“ - authentisches Kinderbuch
    Erzählt von Naomie Morgenstern, Herausgeber: Yad Vashem
  • Marisha, Das Mädchen aus dem Fass“ - authentisches Kinderbuch. Autorin: Gabriele Hannemann

Die Arbeitsmaterialien sind speziell für Grundschulkinder gedacht. Ziel ist es die Kinder zu ermutigen, nachzufragen, nachzudenken und Position zu beziehen. Pädagogische Prozesse zu begleiten und Hilfestellungen zu geben.

Zeitlicher Umfang:

Modul „Einführung ins Judentum“: insgesamt 8 Schulstunden (2 Projekttage)

Modul „Erstbegegnung mit der NS-Zeit“ (Einsatz o.g. Materialien): insgesamt 8 Schulstunden (2 Projekttage)

Durchführung: Gabriele Hannemann, Projektleiterin der „Konzeptwerkstatt Antisemitismus“

Lehrmaterialen im Werkstattbetrieb

Im Werkstattbetrieb des Projektes "ZUGÄNGE SCHAFFEN" werden aktuell Lehrmittel eingesetzt, die von den Kooperationpartnern für den Einsatz zum Jahresthema "Frühe Prävention - Erstbegegnung mit dem Judentum und der Shoa in der Grundschule (Klasse 4) empfohlen worden. Es handelt sich um vier Lehrmaterilalien, die in jeweils unterschiedlicher Weise eine kindgerechte Vermittlung des Themas in dieser Altersstufe anstreben:

1.  Gern wäre ich geflogen – wie ein Schmetterling

(Empfehlung: German Speaking Countries Section der Internationale Schule für Holocaust Studien (ISHS) der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem)

Idee und Redaktion: Shulamit Imber, Dr. Noa Mkayton
Zielgruppe: Schüler/innen des 3. und 4. Schuljahres



Zum Konzept der Unterrichtseinheit:

  1. Das Buch handelt von der persönlichen Geschichte von Hannah Gofrith und ihrer Familie. Über das Medium der Familiengeschichte lernt der Leser auf altersgemäße Art und Weise die zentralen Eckpunkte der Geschichte des Holocaust kennen.
  2. Das Buch führt dem Leser die elementaren Konzepte und Grundbegriffe des Holocaust vor Augen, zum Beispiel: Kennzeichnung der Juden mit dem gelben Stern, Ghetto, Vertreibung, Aufstand, Versteck, Gerechte unter den Völkern, Tod und Überleben. Diese Konzepte und Begriffe werden im späteren Geschichtsunterricht in vertiefter Weise behandelt.
    Ziel in dieser Altersgruppe ist es nicht, die Geschichte des Holocaust zu vermitteln, sondern die Schüler mit den elementaren Konzepten, die in der Geschichte Hannah Gofriths enthalten sind, vertraut zu machen.
  3. Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt, die die fortlaufende Geschichte von Hannahs Leben erzählen. Jedes Kapitel ist einem eigenen Thema gewidmet. Es ist nicht notwendig, sämtliche Kapitel zu unterrichten, und das Auslassen einzelner Kapitel beeinträchtigt nicht notwendig den kontinuierlichen Erzählfluss. Die Kapitel, die mit der jeweiligen Klasse besprochen werden sollen, sind sorgfältig auszuwählen.
  4. Während der gesamten Geschichte begleitet die erwachsene Figur der Hannah den jungen Leser. Auf diese Weise bleiben die Schüler nicht sich selbstüberlassen, wenn sie die furchtbare Geschichte kennenlernen.
  5. Das Buch erzählt Hannahs Geschichte vor, während und nach dem Holocaust. Damit werden wir der Überzeugung gerecht, dass wir, um das Ausmaß des Verlustes erfassen zu können, vertraut sein müssen mit jüdischem Leben vor dem Holocaust.

http://www.yadvashem.org/yv/de/education/lesson_plans/butterfly.asp

https://www.yadvashem.org/yv/de/education/lesson_plans/butterfly_laferton.pdf

2. Marisha,  das Mädchen aus dem Fass

(Empfehlung: Yad Ruth e.V.)

Marisha, das Mädchen aus dem Fass

Von Gabriele Hannemann (Projektleiterin)
Illustrationen von Inbal Leitner

Es war kein Versteckspiel, aber ein verdammt gutes Versteck. Wo andere Kinder beim Spielen abenteuerlustig für ein paar Minuten hineinkriechen, muss Marisha eineinhalb Jahre ausharren. In einem dunklen Fass! Marisha ist Jüdin und darf nicht gefunden werden.

Dieses Buch erzählt die wahre Geschichte der kleinen Marisha, die ohne Vater und Mutter ganz tapfer sein muss.

Wie schafft man das? Und wer hat ihr dabei geholfen? In kindgerechter Sprache erzählt Gabriele Hannemann von der Flucht aus dem Ghetto, vom Hunger, von der Angst, vom Tod und vom Überleben Marishas bis hin zu ihrer Überfahrt auf der Exodus nach »Eretz Israel«, dem Land Israel.

Mit dieser authentischen Geschichte ermöglicht Gabriele Hannemann Kindern eine kindgerechte, emotional ansprechende und sensible Erstbegegnung mit der Shoah.

Besonders geeignet für den Unterricht.

Gabriele Hannemann, ist Lehrerin für Englisch, Deutsch und Religion. Seit 2004 unterrichtet sie im Rahmen des Bildungsprojektes. Open Mind – Leben mit dem Gelben Stern (ein Unterrichtsangebot für Klasse 4 bis 13 in Schleswig-Holstein). Sie ist Mitgründerin und 1. Vorsitzende von Yad Ruth e. V. in Hamburg zur Unterstützung von bedürftigen jüdischen Holocaustüberlebenden in Israel und Osteuropa, speziell im Baltikum und in Moldawien. 2013 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Inbal Leitner absolvierte die Bezalel Academy of Art and Design in Jerusalem und arbeitet als Illustratorin und Animationskünstlerin. Mit ihrem Filmen hat sie an internationalen Filmfestivals wie Annecy (Frankreich), Safo (Kanada) und Anima Mundi (Brasilien) teilgenommen. Sie illustriert Kinderbücher bekannter Autoren, darunter Uri Orlev oder Janusz Korczak. Inbal Leitner lebt mit ihrer Familie in Pardes Channa, Israel.

www.waldworte.eu

3. Das Hinterhaus Online - Erkunde Anne Franks Versteck

(Empfehlung: Anne Frank Zentrum Berlin)

Das Hinterhaus Online - Erkunde Anne Franks Versteck

Das Hinterhaus online nimmt mit in die Zeit von damals, wo Anne Frank ihr Tagebuch schrieb und weitere Geschichten über die Bewohner erzählt werden.

Die Menschen im Versteck schwanken ständig zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Erleichterung und Angst. Musik des Komponisten Mark Isham drückt diese widerstreitenden Gefühle eindringlich aus. Die Website enthält auch Fragmente historischer Aufnahmen aus dem Krieg und einzigartige TV-Aufzeichnungen, in denen die Helfer über ihre Erinnerungen an die Versteckten berichten.

www.annefrank.org/de/Subsites/Home/

4. Wanderausstellung "Lesen und Schreiben mit Anne Frank"

(Empfehlung: Anne Frank Zentrum Berlin)



Die Wanderausstellung »Lesen und Schreiben mit Anne Frank« des Anne Frank Hauses Amsterdam verbindet frühes historisches Lernen mit der Förderung von Lese- und Schreibkompetenzen bei Kindern der 4. bis 6. Klasse.

Die jugendgerechte Ausstellung thematisiert im Kontext der Lebensgeschichte Anne Franks ihre Begeisterung für Bücher und fürs Schreiben. Sie regt Jugendliche an, selbst künstlerisch-kreativ schreibend aktiv zu werden.

Ergänzend werden ausgewählte Kinderbücher vorgestellt, die sich mit den Themen Nationalsozialismus, Holocaust und Zweiter Weltkrieg beschäftigen. Methoden des historischen Lernens und der kulturellen Bildung kommen auch im pädagogischen Begleitmaterial zum Einsatz.

www.annefrank.de

5. Nicht in die Schultüte gelegt. Schicksale jüdischer Kinder 1933-1942 in Berlin 

(Empfehlung: Anne Frank Zentrum Berlin,
Im Rahmen der Konzeptwerkstatt empfohlen aber nicht eingesetzt worden)

Nicht in die Schultüte gelegt. Schicksale jüdischer Kinder 1933-1942 in Berlin

Das Anne Frank Zentrum beschäftigte sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der Frage, wie die Themen Nationalsozialismus und Judenverfolgung mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule bearbeitet werden können. In der Verbindung aus pädagogischer Praxis und fachdidaktischer Reflektion entstand ein Material zur Arbeit in Lernwerkstätten und außerschulischen Projekten.

Das Lernmaterial bietet einen Einstieg in das Thema Nationalsozialismus für Kinder ab Klasse 4. Es basiert auf Alltagsgeschichten und Fotos von sieben Schülerinnen und Schülern, die von den Nationalsozialisten als Juden verfolgt wurden. Es stellt nicht die Verbrechen der Nationalsozialisten in den Mittelpunkt, sondern das normale Alltagsleben, das nach und nach zerstört wurde. Die Beispiele von Diskriminierung und Verlust aus der Vergangenheit werden mit den entsprechenden Artikeln der UN-Kinderrechtskonvention zusammengebracht und erhalten so einen Gegenwartsbezug. Eine pädagogische Handreichung ergänzt das Material.

www.annefrank.de